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Die im März 2019 vom Umweltbundesamt (UBA) herausgegebene Studie analysiert die Optionen zur Verwendung von Strom anstelle von fossilen Energieträgern im Wärme- und Verkehrssektor und nimmt dabei auch die ökonomischen und Klimaschutz-Auswirkungen in den Blick.

Auf über 300 Seiten untersucht die Veröffentlichung umfassend das Thema Sektorenkopplung. Zunächst wird der Begriff genauer eingegrenzt und es werden die verschiedenen Sektorenkopplungsoptionen genau definiert. Sowohl Anwendungen im Verkehrs- und Wärmebereich wie auch Prozesse in der Industrie werden dabei unter die Lupe genommen. Viele Sektorenkopplungstechnologien entfalten dabei hohe Treibhausgasmiderungspotenziale. Auch die ökonomischen Perspektiven sind durchaus positiv, wobei sich aus rein wirtschaftlicher Betrachtung zunächst vor allem im Verkehrssektor Einsatzmöglichkeiten ergeben, in der Mittelfristperspektive lohnt sich der Einsatz von Strom aus Erneuerbaren Energien dann aber auch im Wärmesektor. Im Industriebereich sieht die Studie die größten ökonomischen Herausforderungen.

Sektorenkopplung kann dabei aufgrund des hohen Flexibilitätspotenzials auch entscheidend zur Systemintegration von Strom aus fluktuierenden regenerativen Energieträgern beitragen. Schlüsseltechnologien seien dabei die Elektrolyse und die Gewinnung von CO2 aus Abscheidungsprozessen, auch wenn aus Effizienzgründen zunächst der direkte Einsatz von Strom zur Wärme- und Mobilitätsbereitstellung empfohlen wird. Durch die langen Investitionszyklen der Energiewirtschaft ist aus Sicht der Autorinnen und Autoren zudem ein frühzeitiger Einstieg in Sektorenkopplungstechnologien sinnvoll.

Die gesamte Studie sowie eine Kurzfassung auf den Seiten des Umweltbundesamtes: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/integration-erneuerbarer-energien-durch-0

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